PARIT als ausgezeichneter IT-Lösungspartner in der Region Augsburg bewertet!

PARIT als ausgezeichneter IT-Lösungspartner in der Region Augsburg bewertet!

Qualität und Qualifikation zahlt sich aus!

DIE PARIT GmbH hat mit Bravour den IT-RX-Check von IQITS für die Region Augsburg bestanden. Seit mehr als 11 Jahren hat das Augsburger IT Systemhaus PARIT GmbH den Service am Kunden und die Qualität ihrer Produkte und Lösungen im Fokus.

Der Mittelstand ist das Kundensegment, in dem wir auf Augenhöhe mit dem Unternehmer seine Anforderungen ermitteln und daraus individuelle Lösungen erarbeiten. Für mittelständische Unternehmer stellt es sich oft als kompliziert und wenig transparent dar, das passende, regionale IT-Systemhaus zu finden. Bei dieser Suche müssen viele Mittelständler häufig Faktoren beurteilen, die ihnen fremd sind. Als Orientierungshilfe dafür wurde von IQITS der Qualitätsindex IT-Reseller Experience (ITRX) geschaffen.

„Die unabhängige Bewertung durch den IT-RX ist für uns eine tolle Anerkennung unserer Arbeit – und ein Ansporn, unsere kundenorientierte Strategie auch in Zukunft fortzusetzen“, so der Geschäftsführer der PARIT GmbH Henning Krebel.

Herzlichen Glückwunsch an das gesamte Team!

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commendIT – Das 1. Forum für Unternehmenslenker

commendIT – Das 1. Forum für Unternehmenslenker

Hochwertiger Informationsaustausch und Netzwerken auf Unternehmerniveau! Das war das Ziel des ersten Forums für Unternehmenslenker, dass das Unternehmernetzwerk commendIT am 4. Juli 2017 in Dachau bei München veranstaltete.

Dieses Ziel wurde mehr als erfüllt. Mit 120 angemeldeten Gästen und Partnern entstand ein angeregtes und kommunikatives Miteinander in einer wundervollen Umgebung des Schlosses in Dachau.

Mit einem ersten kühlen Getränk auf der Sonnenterrasse begann der informative Nachmittag. Nach einer Begrüßung durch den Vorstand Christian Zahn nahmen uns die beiden Unternehmerpartner Christoph von Külmer (Sportbrain Social Media & Web) und Wolfgang Graßhof (WOGRA Consulting GmbH) der Ortsgruppe Augsburg mit auf eine kurze Zeitreise in die 80er Jahre. Dabei brachte uns KITT und Michael Knight alias Knight Rider die Vorläufer des Chatbots nahe und die beiden zeigten uns, wie Chatbots von heute an die Servicequalität in Unternehmen optimieren können.

Virtual Reality und Argumented Reality spielt uns sehr realitätsnah etwas vor, was es eigentlich nicht gibt. Stefan Barnewitz (Blue Silver GmbH) und Andreas Bublak (COC AG) aus der Ortsgruppe München Ost zeigten uns Wege und Möglichkeiten, wie diese Technologie aus der Welt der Computerspiele den Einzug in die professionelle Geschäftsanwendung findet. Viele der Gäste verschafften sich anschließend bei einer Livepräsentation einen eigenen Eindruck davon.

Effectuation – Eine Entscheidungslogik die in Situationen der Ungewissheit eingesetzt wird. In einem sehr realitätsnahen und spannenden Vortrag erzählte uns als großes Finale der Österreichische Unternehmer Michael Faschingbauer, wie Effectuation dazu führt, neue Geschäftsideen voranzutreiben. Ohne feste Zielvorgaben, lediglich auf Basis der vorhandenen Mitteln positive Ergebnisse zu erzielen, das ist die Vorgehensweise von Effectuation.

Bei einem flying Buffet und toller Stimmung ging die Veranstaltung bis weit nach 20 Uhr und verknüpfte dabei viele Menschen und Unternehmen miteinander. Sie bot dabei viele Impulse für zukünftige Aktivitäten.

commendIT – eine Kooperationsinitiative innovativer Bayerischer Unternehmer. Die Mitglieder pflegen einen regelmäßigen und vertrauensvollen Austausch in einem ausgewählten Kreis. Höchste persönliche Integrität und Zuverlässigkeit zeichnen unsere Mitglieder aus und sind gleichzeitig ein Leistungsversprechen für unsere Kunden. Als Zusammenschluss von ausgewählten Unternehmen überzeugen wir durch die höchsten Qualitätsstandards und die besten Reputationen. Mit zahlreichen Experten und über 1000 Mitarbeitern liefern wir einen mehrWERT für einen Großteil aller Unternehmensprozesse.

Social Media Recruiting: Jobbörse der Zukunft oder heiße Luft?

Social Media Recruiting: Jobbörse der Zukunft oder heiße Luft?

Ob beim Frühstück, in der Bahn auf dem Weg zur Arbeit oder im Wartezimmer: Wo die Menschen früher zu Zeitungen und Zeitschriften griffen, beherrschen heute Smartphones den Alltag. Wer keines besitzt, hat zu Hause meist zumindest einen PC mit Netzanschluss: Laut aktuellen Studien nutzten 2015 schon knapp 80 Prozent aller Deutschen das Internet. Solche starken Veränderungen im Mediennutzungsverhalten wirken sich natürlich auch auf andere Bereiche des täglichen Lebens aus, wie zum Beispiel auf die Personalgewinnung in Unternehmen.

Da vor allem junge Nachwuchskräfte, Schüler und Auszubildende kaum mehr Zeitung lesen, bringen Stellenanzeigen dort auch nicht mehr die gewünschten Erfolge. Wo sind die Talente von Morgen stattdessen anzutreffen? Sie sind online und dort vor allem in den sozialen Netzwerken – auf Facebook, Whats App, YouTube und Instagram. Und genau da können Personaler sich den Nachwuchs greifen. Social Media-Recruiting oder E-Recruiting nennt sich diese gezielte Suche nach Arbeitskräften und wird die Zukunft der Personalgewinnung sein. Im Gegensatz zu früher müssen nun die Arbeitgeber von heute die Initiative ergreifen, um sich gut ausgebildete Arbeitskräfte für die Zukunft zu sichern.

Diese Erkenntnisse sind auch in Deutschland schon lange spürbar. Eine Befragung von deutschen Personalern ergab, dass sie in diesem Jahr bereits 43 Prozent der Stellen über Social Media besetzt haben. In einer weiteren aktuellen Studie der Universität Bamberg beurteilten 64,2 Prozent der befragten deutschen Unternehmen Social Media als positiv für Recruitingzwecke.

Doch wie funktioniert das Social Media-Recruiting denn genau? Die Basis ist immer ein professioneller Auftritt auf Facebook und Xing.  Sie sind das Aushängeschild eines Unternehmens, an dem sich die Bewerber orientieren und welchens ihre Motivation, sich zu bewerben, maßgeblich beeinflussen. Unternehmen müssen sich heute als attraktive Arbeitgeber (Employer Branding) vorstellen und sich in allen Facetten präsentieren. Aber nicht nur die Präsenz in den sozialen Netzwerken ist wichtig, sondern natürlich auch eine ansprechende individuelle Stellenausschreibung. Eine Stellenanzeige kann als Text, Bild oder Video funktionieren. Kreativität wird in den sozialen Netzwerken groß geschrieben!

Ich habe mit meinem Team für Sie die fünf wichtigsten Do´s and Dont´s zusammengestellt.

Do´s beim Social Media Recruiting

1. Ein professioneller Auftritt in den sozialen Netzwerken

Ihr Profil oder Account ist Ihr Aushängeschild in den sozialen Netzwerken. Sucht ein potentieller Bewerber Ihr Unternehmen bei Google, wird die Facebook- oder Xing-Seite oft sogar vor der eigentlichen Website angezeigt und dementsprechend eher angeklickt. Deshalb sollten Sie unbedingt Wert auf einen professionell geführten und ansprechenden Auftritt im Social Web legen!

2. Offene, ansprechenden Anzeige

Beim Social Media Recruiting sind attraktive Stellenanzeigen das A und O. Gestalten Sie Ihre Stellenanzeige kompatibel für die sozialen Netzwerke – das heißt ansprechend, modern und offen.

3. Fotos und Videos einbinden

Beim Social Media Recruiting geht es darum, sich als Unternehmen attraktiv und authentisch zu präsentieren. Fotos und vor allem Videos können Ihre Anzeige zum Eyecatcher machen und Ihr Unternehmen im Idealfall sympathisch und überzeigend darstellen. Übertreiben sollte man es dabei allerdings nicht.

4. Die Mitarbeiter einbinden!

Aktivieren Sie Ihre eigenen Mitarbeiter für das Social Media Recruitung. Wenn der Jobsuchende sieht, dass die Mitarbeiter hinter Ihrem Unternehmen stehen, spricht das für Sie. Außerdem verleihen Angestellte Glaubwürdigkeit und Authentizität. Die Mitarbeiter können ihre Stellenanzeige auch im Social Web teilen.

5. Kreativ sein!

Ob eine Fotostrecke aus dem Büro oder ein Video, in dem Mitarbeiter ihren Arbeitsalltag vorstellen – beim Social Media ist Kreativität gefragt. Amerikanische Unternehmen sind da Vorreiter und nutzen etwa schon Online-Spiele für das Social Media Recruiting.

Dont´s beim Social Media Recruiting

1. Nicht präsent sein

Wenn Sie Social Recruiting für sich nutzen wollen, sollten Sie in erster Linie auch in den sozialen Netzwerken präsent sein. In ein gut gepflegtes, attraktives und regelmäßig bespieltes Profil sollten Sie also auf jeden Fall Zeit investieren!

2. Den Dialog vernachlässigen

Soziale Netzwerke sind Kommunikationsplattformen. Wenn Jobsuchende Sie also auf solchen Plattformen kontaktieren, erwarten Sie auch funktionierende Kommunikation. Und das möglichst zeitnah – auf Fragen oder Nachrichten in den sozialen Netzwerken sollten Sie also möglichst schnell antworten.

3. Langweilige und lange Stellenausschreibungen

Online sein bedeutet schnell sein. Wir lesen schneller und weniger, also haben sie kaum Zeit die potenzielle Nachwuchskraft von sich zu überzeugen. Ihre Stellenausschreibung sollte daher ansprechend, kreativ und schnell zu lesen sein.

4. Schlechte Bilder und Videos

Zeigen sie das Unternehmen von der besten Seite mit gut gemachten Bildern und Postings. Nichts wirkt unprofessioneller als ein verpixeltes Bild oder ein fehlerhafter Post auf Facebook.

5. Denken, dass Social Media Recruiting von selbst läuft

… denn das ist nicht der Fall. Social Recruiting kann zwar sehr gute und überzeugende Ergebnisse liefern, ist jedoch kein Selbstläufer und erfordert auch etwas Zeit und Mühe.

ERP Software und Investitionssicherheit – Worauf sollten Sie achten?

ERP Software und Investitionssicherheit – Worauf sollten Sie achten?

Die Entscheidung erstmalig oder ein neues ERP- System wie SAP Business One, einzuführen fällt vielen Unternehmern nicht leicht. Einige begeben sich auf Neuland und hören viele verschiedene Stimmen die mit guten Ratschlägen oder aber auch Warnungen aufwarten. Andere haben, wenn auch schon lange her, die vergangene Einführung eines ERP-Systems noch „in den Knochen“.
Klar ist aber es geht immer um eine Investition die gut überlegt und abgesichert sein will. Die Investitionssicherheit im Zusammenhang mit dem Rollout einer ERP-Software sollte dann auch eines der wesentlichen Kriterien für die Entscheidung welche Businessanwendung den Zuschlag bekommt.

Drum prüfe wer sich ewig bindet

Da in der Regel die Laufzeit eines ERP-System auf 8–10 Jahre angelegt ist, sollte man sich zunächst den Hersteller der Software ansehen. Nicht nur in dessen Lösung, sondern auch in dessen wirtschaftliche Zukunft sollte man vertrauen können. Der ERP-Markt ist nicht unbedingt geprägt von Kontinuität. Oft mussten im harten Wettbewerb der ein oder andere ERP-Anbieter von heute auf morgen aufgeben. Übernahmen sind auch keine Seltenheit. Diese finden in der Regel statt um die Kunden, weniger die Lösungen, des Übernommenen zu bekommen. Allen Schwüren zur Kontinuität   zum Trotz, trachten natürlich ERP-Anbieter die einen Mitbewerber übernehmen ihr Angebot zu harmonisieren und Ressourcen nicht zur Pflege zwei parallellaufenden Produkten zu verheizen.

Wechselnde Interessen

Manchmal greifen ERP-Anbieter auch zu wenig kundenfreundlichen Strategien um ihre Kunden zum Produktwechsel zu bewegen. Ein Beispiel hierfür ging durch die Fachpresse. So will offenbar SAGE seine Kunden der Lösung SAGE Classic Line mit einem Angebot überzeugen vom alten, aber gerade in Deutschland weit verbreiteten ehemaligen KHK zum modernen SAGE 100 zu wechseln. Ein Angebot das man nicht ablehnen kann, ist es doch mit einer 45% Steigerung der SAGE Classic Line verbunden.

Was ist dabei … was nicht?

Aber selbst wenn Wartungsgebühren nicht als „Kündigungshilfe“ gedacht sind, sind diese oft eine Quelle nachträglicher und nicht kalkulierter Kosten. Manche Updates und Upgrades sind in der Pflegegebühr dabei und andere nicht. So sind z.T. 30 bis 80% der Ursprungsinvestition pro erscheinendem Upgrade fällig. Daneben gibt es Servicegebühren die zwar durchaus berechtigt sind, aber oft aber nicht wirklich transparent sind.

Die Rolle des Partners

ERP Einführungen sind oft Projekte in denen drei Parteien beteiligten sind: Der Softwarehersteller, der Kunde und ein Beratungsunternehmen. Letzteres ist ähnlich wie der Hersteller der Software ein Garant oder aber auch Risiko für das Gelingen des Projektes und damit der Sicherung der Investition. Auch für Mittelständler geeignete ERP-Software hat eine gewisse Komplexität die nun mal einher geht. Der richtige Einsatz und Implementierung der Businesssoftware liegt in der Hand des ERP-Partners das entsprechende Knowhow und Personal bereithalten muss. So gilt das eben auch der Implementierungspartner eine überzeugende Vorstellung vermitteln muss, wie sicher denn seine Zukunft aussieht. Denn bei aller Standardisierung und der natürlich gegebenen Option, dass das System von einem anderen Partner weiter gepflegt werden kann: Ein ERP -System sollte (einmal eingeführt) nicht mehr das Thema von Diskussionen sein und neue Fragen aufwerten, sondern helfen Fragen zu beantworten.

Nervtöter – die Katalysatoren der digitalen Transformation – Software als Mehrwert

Nervtöter – die Katalysatoren der digitalen Transformation – Software als Mehrwert

Seitdem das bayrische Wirtschaftsministerium den Startschuss für den Digitalbonus freigegeben hat, denken viele Unternehmen darüber nach, wie sie diese starke Förderung sinnvoll nutzen können. Und diesen Bedarf hat auch jedes Unternehmen. Es gibt überall Probleme, bei denen eine kleine Softwarelösung doch richtig schick wäre. Und warum bis zu 50% Förderung verschenken? Aber was sind eigentlich Projektbeschreibungen? Wie unterscheiden sie sich inhaltlich?

Inhalte von Projektbeschreibungen

Wer sich die Projektbeschreibungen von neuen individuellen „digitalen Software-Projekten“ näher angeschaut, erkennt schnell bei sehr vielen eine Gemeinsamkeit. Eine Vielzahl von Projekten beschäftigt sich damit, analoge Prozesse abzulösen. Das ist gut. Und das ist auch eine Idee der Digitalisierung – allerdings ist diese Idee nicht vollständig. Wenn man analoge Prozesse durch digitale ersetzt, kann man sich schon über eine Vielzahl von sinnvollen Vorteilen freuen: Es können Automatismen integriert werden, sodass Prozesse nun nicht mehr „stehenbleiben“, sondern tatsächlich vorangetrieben werden. Die Daten liegen nun persistent in einer Datenbank und können jederzeit wieder angefragt und verwertet werden. Doch genau da liegt das Problem. Denn viele sehen dieses „könnte man“ nicht. Wenn Daten bereits digitalisiert vorliegen, kann man nicht nur interne Prozesse optimieren, sondern auch externe oder gar neue Prozesse, die zu neuen Geschäftsfeldern führen, erschaffen. Es ist zum Beispiel immer eine Überlegung wert, ob die neue Softwarelösung nicht auch eine bessere Interaktion zum Kunden bieten kann, z.B. durch Schaffung von Transparenz wie Lieferverfolgung.

Jeder Nervtöter hat Potenzial zur Innovation

In der digitalen Transformation steht die Innovation im Vordergrund. Das Rad soll dabei nicht neu erfunden werden, aber warum nicht etwas erfinden, wo das Rad ein Teil davon ist? Aus dem beruflichen und privaten Alltag kennt jeder Situationen, in denen er Fragen auswirft wie „Was soll das denn?“, „Muss das jetzt sein?“ oder „Jetzt reichts mir aber, Zefix!“. Stop! Und genau das sind die Momente, aus denen bereits erfolgreiche Startups hervorgegangen sind. Sei den Startups der Erfolg vergönnt, aber warum trauen sich etablierte Unternehmen aus dem Mittelstand nicht an diese Problemzonen im Leben heran? Innovation bedeutet nicht, dass es ein untragbarer finanzieller Aufwand ist. Wenn der Gedanke Form annimmt, kann man sich über den technologischen Aspekt noch in Ruhe Gedanken machen und verschiedene Lösungswege untereinander vergleichen.

Lassen Sie sich reizen!

Mit diesem Gedanken sollten Sie sich auf den Moment freuen, wo das nächste mal die Zornesfalte auf der Stirn anschwillt. Der Moment, wenn die Stimme laut wird, die Hände verzweifelt in die Höhe geworfen werden und Sie sich schlichtweg fragen „Was soll der Sch***?“. Holen Sie Kollegen dazu und schimpfen Sie erstmal gemeinsam auf das, was den kollektiven Unmut hervorruft. Doch bitte schreiben Sie all diese Punkte, die für Unmut sorgen, auf. Schnell kommen dann auch Sätze wie „Bei dem Programm x funktioniert sowas besser, die machen das und das“ – schnell auch das aufschreiben! Das ist Ihre Grundlage, um das Problem in den Griff zu bekommen.

Kein Frust ins Konzept einarbeiten

Wenn Sie nun versuchen, den Unmut aus dem Kollegenkreis und die Wünsche, die geäußert wurden, zusammenzubringen, sind Sie bereits in der Konzeptphase drin. Wichtig ist hier allerdings, dass Sie da strategisch und analytisch vorgehen. Frust zerstört sachliche Analysen. Oft hilft es auch, sich an ein Whiteboard zu stellen und die Interessen der verschiedenen Stakeholder darzustellen. Wer ist denn alles betroffen und flucht immer wieder? Wer flucht nicht? Geht es bei dem Unmut manchmal auch um interne Konflikte oder um einen Prozess, der einfach nur umgestellt werden muss? KANN ein Prozess mit den gegebenen Mitteln überhaupt vollständig abgebildet werden oder muss hier ergänzend eingegriffen werden? Schnell erhalten Sie ein komplettes Bild von dem, was da ist, und dem, was fehlt.

Den Mehrwert erkennen

Nur den Frust und das Gefluche aller Mitarbeiter zu minimieren, sollte aber nicht das Ziel eines Konzeptes sein. Sicherlich ist dies ein großer Faktor, denn nur zufriedene und motivierte Mitarbeiter sind auch gute Mitarbeiter, die mit Freude und viel Engagement Ihre Arbeiten verrichten. Dennoch denken Sie bitte auch wirtschaftlich: Welchen Mehrwert bringen Anpassungen einer Software oder die Einführung einer neuen Lösung? Wo kann Zeit gespart werden, und wieviel? Wo sind Informationen eine wichtige Quelle, und warum? Kann man auf Grundlage der Informationen vielleicht sogar Voraussagen treffen?

Fazit

Unmut sorgt für Unproduktivität. Nutzen Sie lieber die Energie, die durch Unmut frei wird und überlegen Sie bei der Lösungssuche, ob man hier nicht noch mehr rausholen kann, als einfach nur das Problem in den Griff zu bekommen.

Gib dem Kunden nicht das, was er will, sondern das, was er braucht! Design Thinking in der Softwareentwicklung

Gib dem Kunden nicht das, was er will, sondern das, was er braucht! Design Thinking in der Softwareentwicklung

Der Erstkontakt beim Kunden ist das Wichtigste. Nicht nur, damit man sich kennenlernt. Nicht nur, damit man ein Gesicht zum Namen hat. Es ist vor allem deshalb wichtig, weil der Kunde genau hier das erste Mal erzählt, wo ihm der Schuh drückt. Wer da nicht genau zuhört, kann ein Konzept komplett in die falsche Richtung lenken.

Der erste Kontakt

Nachdem beide Parteien sich brav vorgestellt haben und nun jeder weiß, was die Stärken des anderen sind, in welchen Märkten man sich bewegt etc. kommt der eigentliche wichtige Teil. Der Teil, der später wieder schnell vergessen wird, verdrängt von weiteren Besprechungen, Telefonaten und Emails. Der Kunde wird erzählen, was ihn an der Ist-Situation stört. Und hier beginnt der Teil, bei dem der Software-Dienstleister genau zuhören sollte. Denn hier werden die Probleme geschildert, für deren Lösung sich der Kunde vertrauensvoll an das Unternehmen gewandt hat. Der Kunde hofft darauf, dass der Dienstleister ihn versteht und seinem Elend ein Ende bereitet.

Zuhören und verstehen – der große Unterschied

Da gibt es keinen Unterschied? Oh doch, den gibt es sehr wohl. Diesen Unterschied leben wir bei der WOGRA in allen Software-Projekten. Der Unterschied beginnt bei der Involvierung des kompletten Teams, das für das Projekt verantwortlich ist. Auch der Werkstudent, der nur einen kleinen Teil der Implementierung übernimmt, soll wissen, warum dieses Projekt dem Kunden einen Mehrwert liefert. Der Unterschied geht weiter über das Konzept. Wir hören nicht nur zu und erarbeiten dann ein Konzept, sondern wir gehen auch hier iterativ mit Prototypen vor. Der Kunde kann so immer wieder evaluieren, ob die vorgeschlagene Lösung genau die richtige ist oder nicht und wir arbeiten dieses Feedback ein. Am Ende steht ein Konzept, bei dem wir durch viele Gespräche mit dem Kunden genau verstanden haben, warum dies und das eben doch nicht die Lösung seines Problems ist. Gut, dass da nicht gleich nach dem Zuhören ein fertiges Konzept erstellt wurde. Der Unterschied endet auch nicht in der Produktivsetzung. Genauer gesagt, endet er gar nicht. Sobald eine Software produktiv ist, halten wir engen Kontakt mit dem Kunden, um zu erfahren, wie gut das System in die internen Abläufe integriert werden konnte.

Featurewünsche richtig einordnen

Schnell werden nach Produktivsetzung die ersten neuen Featurewünsche geäußert. Der Mehrwert wird erlebt und es eröffnen sich weitere Möglichkeiten, wie die Software das Unternehmen noch besser unterstützen kann. Hier kommt wieder der Unterschied zum tragen, denn wer weiß, wie sein Kunde „tickt“ und was er mit der Umsetzung des Features eigentlich erreichen will, der kann auch das liefern, was der Kunde wirklich braucht.

Was der Kunde will – und was der Kunde braucht

Der Kunde will zunächst nur, dass ihm geholfen wird. Sein Problem soll beseitigt werden. Es macht den Eindruck, als wäre sowas ganz einfach. Ist es aber nicht. Denn der Kunde sagt selten klipp und klar, warum er dieses Problem beseitigt haben will. Welchen Mehrwert bringt es ihm? Wenn es dumm läuft, beseitigt man zwar das Problem des Kunden, schafft mit der Lösung aber gleich ein oder gar mehrere neue.

Ein Beispiel

Den Kunden stört seine lästige Excel-Tabelle. Ständig verändern die Mitarbeiter die Summen, weil sie sich nicht merken können, in welche Felder sie was eintragen sollen, damit am Ende die korrekte Summe berechnet werden kann. Die Mitarbeiter kriegen es einfach nicht auf die Reihe. Jetzt soll die Excel-Tabelle abgelöst werden. Sein Wunsch ist es, eine Webanwendung dafür zu bauen. So kommen die Mitarbeiter nicht mehr an die bösen Summenfelder ran, und können nix mehr kaputt machen. Im weiteren Gesprächsverlauf kommt heraus, dass einige Mitarbeiter eine eigene Version dieser Excel-Liste besitzen, in der sie Spalten umbenannt haben um sich besser zurecht zu finden. Oder sie haben sich eine eigene kleine Hilfstabelle gebaut, in der sie nur die Informationen verwalten, die für ihren Bereich wichtig sind und diese kopieren sie dann später in die große undurchsichtige Tabelle, die der Chef zur Auswertung braucht und die dann hinten und vorne nicht mehr stimmt.

Wer hats verstanden?

Wer nur zugehört hat, weiß, es soll eine Weblösung her, die die Excel-Tabellen ablöst, damit die Mitarbeiter die Business Logik dahinter nicht mehr zerstören können.

Wer allerdings verstanden hat, weiß, dass die Mitarbeiter total überfordert waren mit der Pflege der Excel-Tabelle. Und wer es verstanden hat, weiß auch, warum: Sie haben Datenfelder gesehen, die nicht in ihren Bereich gehören. Sie haben Business Logik gesehen, die sie nicht verstanden haben. Sie haben Spaltenbezeichnungen gelesen, die nicht in ihre Domäne gepasst haben. Dass eine Weblösung hier viele dieser Probleme in den Griff kriegt, ist eine Sache. Aber wer nur zugehört hat, der hat nicht verstanden, dass die Mitarbeiter scheinbar maßgebliche Probleme mit der Usability hatten. Wer nicht versteht, rennt beim ersten Prototypen oder gleich beim Konzept in die Falle, dass die Mitarbeiter später wieder überfordert sind und andere Probleme in der Handhabung der neuen Software haben. Wer versteht, berücksichtigt das gleich und kann sich sicher sein, dass der erste Prototyp bereits ein guter Weg zur Lösung des Problems ist.

Aber Design Thinking ist doch viel mehr!

Ja, da haben alle Experten Recht, die hier nun substanzielle Informationen zum Thema Design Thinking vermissen. Aber es gibt genug Fachartikel und Bücher dazu, die müssen wir nicht in einem einzigen Blog-Beitrag neu erfinden. Uns war und ist es wichtig, den Kerngedanken des Design Thinking in die Softwareentwicklung zu bringen, nämlich die Frage: Wo ist das Problem?

Design Thinking bei WOGRA

Die Frage nach dem Problem haben wir nicht nur beim Erstkontakt mit dem Kunden im Hinterkopf, sondern auch bei der Umsetzung der einzelnen Features. Nicht nur der Mitarbeiter, der das Konzept erstellt, trägt diese Frage immer mit sich herum, sondern auch jeder Entwickler. Bei der Implementierung hinterfragt auch jeder Entwickler, ob diese Umsetzung so Sinn macht oder ob ein anderer Ansatz für den Kunden besser wäre. Mit dieser flexiblen Feature Driven Entwicklung konnten wir bisher jedes Projekt so umsetzen, dass nicht hinterher eine Vielzahl an Änderungen gewünscht wurde, weil die Software nicht den gewünschten Mehrwert bringt. Was gewünscht wird, sind Erweiterungen, weil die Lösung, die wir präsentieren, die ist, die dem Kunden weiter hilft und bei der er sieht, dass sie noch viel mehr bieten kann.

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